Montag, 16. April 2012

Erfolg für Adobe: Flash für iPhone und iPad


Bereits vor einiger Zeit haben wir über die fragliche Zukunft von Flash in der Internetwelt von Morgen berichtet. Es steht nicht gerade rosig um das Projekt aus dem Hause Adobe. Zwar gibt es noch mehr Gründe als Apples Weigerung seine mobilen Gadgets Flash-fähig auszuliefern, aber an diesem Punkt wird die kritische Situation wohl am deutlichsten. Adobe geht nun in die Offensive: In Zukunft kann Apple sich wohl nicht mehr dagegen wehren, dass Flash-Inhalte auch auf den Bildschirmen der eigenen Produkte erscheint.


Bildquelle: itsagadget.com
Anfang April ergriff Adobe die Initiative auf der IBC Trade-Show in Amsterdam und enthüllte stolz seinen neuen Adobe Flash Media Server 4.5. Mit diesem Projekt wird es nun auch Nutzern von iPhone und iPad möglich auf Flash-Inhalte im Web zuzugreifen. Besser gesagt wird es Webmastern nun ermöglicht Flash-Inhalte auch auf Apple-Gadgets auszuliefern - und zwar so, dass die Inhalte auch angezeigt werden. 
Das Prinzip ist eigentlich recht einfach: Da Apple die Kooperation verweigert, und Safari kein Flash interpretieren kann, übernimmt dies ab nun der Adobe Flash Media Server. Webentwickler die für 4500 Dollar die Lizenz von Adobe erwerben, können ab jetzt auf die neue Implementierung von Flash-Inhalten zurückgreifen. Serverseitig wird dann automatisch erkannt, ob die eingehende Abfrage von einem der mobilen Apple-Produkt kommt. Sollte dies der Fall sein werden die Flash-Inhalte an den Adobe Flash Media Server gesendet. Dieser interpretiert das Flash und sendet das Ergebnis weiter an das Endgerät des Nutzers. Ergebnis: Flash läuft plötzlich auch auf iPhone und iPad, und Apple kann sich nicht einmal dagegen wehren. Sollte die Abfrage von einem anderen Gerät erfolgen, wird der Adobe Flash Media Server nicht mit eingespannt, und alles bleibt beim gewohnten Arbeitsablauf.

Das Ganze klingt wirklich ziemlich findig. Allerdings muss man natürlich sagen, dass es das Kernproblem von Flash nicht beseitigt. Für das Programmieren von interaktiven Inhalten ist das Quartett aus XHTML, CSS, PHP und Java mittlerweile leistungsfähiger, umfangreicher einsetzbar und viel leichter mit zusätzlichen Sprachen ergänzbar. Bestes Beispiel sind wohl die neusten Generationen von Browsergames.