Montag, 23. April 2012

Neues Konzept für Smartphone-Prozessoren


Die Entwicklung in der gesamten Computerindustrie rast voran, von einem leistungsfähigeren System zum nächsten. In nicht weniger großen Schritten steigt die Rechenleistung der Smartphones mit jeder neuen Veröffentlichung. Was vor wenigen Jahren noch das erste Mal bei einem Desktop-PC zum Einsatz kam, dürfen wir heute schon in unseren Lieblings-Gadgets bestaunen. Eigentlich ist es noch gar nicht so lange her, als das erste mal ein Dual-Core-Prozessor Serienreif war. Der Produzent HTC stattete nun sein neues Flaggschiff "HTC One X" mit unglaublichen fünf CPU's aus - und liefert damit das schnellste Smartphone aller Zeiten. Und ein neues Konzept für die Prozessor-Struktur. 

Bildquelle: mobiflip.de
Ein Quad-Core Prozessor von Nvidia bildet das Kernstück des HTC One X. Mit einer Taktung von jeweils 1,5 Ghz bringt das Smartphone soviel theoretische Leistung auf den Prüfstand wie nie zuvor. Schon erstaunlich, dass dieses kleine Gerät mehr drauf hat, als der Laptop an dem ich grade schreibe.
Die eigentliche Inovation, die das HTC One X allerdings so bemerkenswert macht, liegt in der fünften CPU. Denn der Einsatz von einem Quad-Core Prozessor wäre ohnehin nur eine Frage der Zeit gewesen. Der fünfte Kern ist mit gerade einmal 500 Mhz zwar ehr mager ausgestattet, aber absolviert die alltäglichen Aufgabe des Standartbetriebs ohne Ruckeleien. Erst wenn durch viele parallel laufende Anwendungen, Spiele oder HD-Filme der Bedarf an Rechenleistung steigt, werden ein, zwei oder vier Kerne des Quad-Core Prozessors zugeschaltet.

Dieses neue Konzept soll vor allem die begrenzte Akkuladung unserer mobilen Geräte schonen. Die Idee die aktive Rechenleistung dem jeweiligen Bedarf anzupassen könnte Schule machen. Bei dem One X zeigt das System allerdings noch einige Zickereien. Nicht nur die Schaltung zwischen den verschiedenen Modi hackt noch. Auch die theoretische Spitzenleistung erreicht das Quad-Core plus Eins nicht. Das Konzept muss also noch weiter entwickelt werden. Ein kleiner Gedanke: Die Taktung "On-The-Fly" dem Bedarf anpassen, anstatt zwischen verschieden starken Kernen zu springen?